ADAC Kart Masters Kerpen: „Noch Chancen auf eine Top-Drei-Platzierung in der Meisterschaft“


Der Kampf um das Podest spitzt sich nach Pechrennen in Kerpen für Tobias Dauenhauer weiter zu

Trotz Sommerferien und schlechter Wetterprognosen nahmen am vergangenen Wochenende über 200 Teilnehmern am vierten und vorletzten Saisonrennen der ADAC Kart Masters in Kerpen teil. Auf dem traditionsbehafteten „Erftlandring“ absolvierten schon Motorsport-Größen wie Michael Schumacher und Sebastian Vettel ihre ersten Meter im Kart. Auch ADAC Hessen-ThüringenFörderpilot Tobias Dauenhauer war beim Kampf um die Meisterschaft in seiner Klasse, der X30 Senioren, wieder mit von der Partie. Dieser zeigte sich auf der 1107 Meter langen Traditionsstrecke in der Nähe von Köln schon zu Beginn von seiner besten Seite. Einzig und allein das Wetter schien nicht in Rennlaune zu sein – starker Regen setzte den Kurs ab Samstag teilweise unter Wasser und erschwerte die Bedingungen signifikant.

In den Training-Sessions lief zu Beginn des Rennwochenendes alles glatt. Der Team HemkemeyerPilot war durchweg immer einer 3 der schnellsten Piloten des Feldes und bewies frühzeitig seine Konkurrenzfähigkeit in der mit 51 Piloten teilnehmerstärksten Klasse. Im dem noch trockenem offiziellen Zeittraining belegte der Odenwälder Platz 2 mit 6 /100 Sekunden Rückstand auf Platz 1. In dem 1. Heat war es vor allem das Wetter, welches die Aufmerksamkeit der Fahrer auf sich zog. Im Wetter-Poker um die Reifen ging Dauenhauer mit Slicks an den Start. Gleich nach Erlöschen der Startampel konnte er sich zwar die Führung schnappen, das gesamte Feld aber wurde nach der dritten Runde derart von heftigen Regenschauern überrascht, dass die Rennleitung die „Slow Phase“ herbeiführte. Dauenhauer führte das Feld an und durfte nicht überholt werden – keine schlechte Ausgangslage, wäre da nicht das Problem in der fünften Runde gewesen: Aus bisher ungeklärter Ursache schaltete sich der Motor seines Karts ohne Fremdeinwirkung einfach ab. Das gesamte Feld zog vorbei, bis er den Motor auf der vorletzten Position wieder zum Laufen bekam. In der Zwischenzeit wurde das Rennen wieder freigegeben, sodass sich das Jungtalent nun von hinten wieder vorarbeiten musste. Dauenhauer konnte über 10 Positionen gut machen, bis das Rennen erneut durch eine „ Slow Phase „ neutralisiert und anschließend nach neun Runden abgebrochen wurde. Da 75% der geplanten Rundenanzahl gefahren wurde, war dieser Lauf gültig und bedeutet letztendlich Platz 18 im ersten Heat.


Der 2. Heat stellte sich weitaus weniger chaotisch dar da es nun durchweg nass bleiben sollte. Aus dem Zeittraining resultierend startete der Mörlenbacher erneut von der zweiten Position auf Regenreifen. Der Erstplatzierte konnte sich sofort vom Feld absetzen, während Dauenhauer in dem Positionskampf um Platz 2 verwickelt wurde. Letztendlich fuhr er als dritter über die Ziellinie und ging somit insgesamt als Elfter aus den Qualifikationsläufen hervor.


Besser sollte es nun in den Rennen laufen, die weiterhin als Wet- Race ausgefahren wurden. Sorgen bereitete allerdings die zunehmenden Motoraussetzer und fehlende Höchstdrehzahlen. Diese sollten im Verlaufe der Veranstaltung immer mehr zunehmen und Schwierigkeiten bereiten, da man die Ursache nicht herausfinden konnte.


Im 1. Rennlauf startete der Förderpilot vom ADAC Hessen-Thüringen e.V. von der elften Position. Alles sah den Umständen entsprechend gut aus, bis er in der zweiten Runde in eine Rangelei verwickelt wurde und dadurch verursacht den Rest des Rennes mit krummer Achse absolvieren musste. Trotz der Handicaps lief er auf Platz 14 ins Ziel ein.


Für das 2. Rennen stellte man das Chassis noch mehr auf ein Regen-Setup ein. Die ersten Meter nach dem Start ging es gut voran, bis die genannten Probleme immer mehr auftraten. Die Chancen, der harten Konkurrenz etwas entgegenzusetzen schwanden zunehmend. Tapfer kämpfte Dauenhauer sich Runde für Runde um den Kurs, bis sich ein Pilot vor ihm drehte und ein hinter ihm fahrendes Kart so heftig auf Dauenhauer auffuhr, dass es zur Kollision und Rennausfall kam.


Trotz des enttäuschenden Wochenendes zeigte sich Dauenhauer hoffnungsvoll:


„Das Wochenende lief alles andere als rund. Erst das unberechenbare Wetter und dann die Probleme mit der Technik. Jetzt heißt es: Die Hoffnung nicht aufgeben und auf Fehlersuche gehen. Wir werden nun nicht den Kopf in den Sand stecken sondern wollen noch einmal beim Finale eine gute Leistung zeigen – dann klappt´s auch mit dem Treppchen!


Insgesamt erfuhr sich Dauenhauer am vergangenen Wochenende zwei Punkte für die Meisterschaft. Mit 76 Punkten ist der 15-Jährige nun Viertplatzierter in der Klasse X30 Senioren. Die Chancen auf einen Podestplatz in der Meisterschaft stehen nach wie vor nicht schlecht: Auf den Drittplatzierten fehlen ihm gerade einmal fünf Punkte, die er mindestens Ende September beim SaisonabschlussRennen der Kart Masters in Wackersdorf holen möchte. Vorher aber wird er beim 24-StundenRennen der GTC auf demselben Kurs und beim Finallauf der Vega-Trophy in Liedolsheim auf Pokaljagd gehen.

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