Die ADAC GT4 Germany ist eine junge Rennserie, die erst seit diesem Jahr das bereits bestehende Motorsportprogramm des ADAC, bestehend aus GT Masters, TCR Germany und Formel 4, bereichert. Sie orientiert sich an der ADAC GT Masters und ist als Sprungbrett für junge Talente gedacht. Tobias Dauenhauer reiste vergangenes Wochenende zum vorletzten Rennwochenende der Serie auf den Hockenheimring und ging für das Team Ehret Motorsport unter der Bewerbung von Hofor Racing by Bonk Motorsport als Gaststarter ins Rennen.

Der Mörlenbacher teilte sich das Cockpit mit seinem 26-jährigen Teamkollegen Marc Ehret, der das erste Qualifying am Samstag fuhr. Hierbei konnte Marc Ehret die sehr gute Startposition 4 herausfahren. Ein technischer Fehler sorgte jedoch für die Disqualifikation. Dies bedeutete eine Rückversetzung auf die letzte Startposition. Allem Frust zum Trotz half nur der Blick nach vorn ­- auch hinsichtlich der Ausgleichsgewichte (Balance of Performance; BOP), mit welchen alle BMW an diesem Rennwochenende zu kämpfen hatten. Dauenhauer und Ehret ließen sich nicht beirren und blickten zuversichtlich auf das erste Rennen. Dieses begann mit einem perfekten Start von Ehret, welcher sofort einige Positionen gut machte. Der Teamkollege konnte sich ins Mittelfeld vorkämpfen und übergab das Steuer zur Halbzeit an Dauenhauer.

Keep pushing!

Die Auswirkungen der strapazierten Reifen bekam der Hesse dabei schnell zu spüren: „Ich war die ersten Runden schnell unterwegs, bis dann das Gummi spürbar abgebaut hat. Die letzten 20 Minuten des Renngeschehens hatte ich mit fehlender Traktion aus den Ecken und starkem Untersteuern zu kämpfen. Hinzu kam der Druck von hinten“, erinnert sich der BMW-Pilot. Am Ende stand der 17. Platz auf dem Tableau.

Nachdem der herbe Rückschlag des ersten Qualifyings verdaut war, ging Dauenhauer am Sonntagmorgen in das zweite Qualifying und hatte die Top Ten im Visier. Dauenhauers Zeit war gekommen und er nutzte den Peak seiner Reifen optimal aus. So konnte der Hesse mit einer Zeit von 1:48.293 Minuten Boden auf die erfahrenere Konkurrenz gut machen und mit Platz 11 eine gute Ausgangsposition für den zweiten Rennlauf sichern. Der Mörlenbacher war hierbei schnellster BMW-Pilot des Starterfelds. Doch es wurde noch besser …

Zum Start des zweiten Rennens saß das junge Motorsporttalent am Steuer des GT4-Boliden. Durch die Strafversetzung eines Kontrahenten konnte Dauenhauer sogar aus der fünften Startreihe von Startposition 10 ins Rennen gehen. Trotz des hart umkämpften Mittelfelds suchte sich er sich beim Start sofort die Lücke und fuhr noch vor der Nordkurve auf Platz neun nach vorn. In den folgenden Rennminuten konnte er sich bravourös bis zum Fahrerwechsel auf Rang sieben vorkämpfen. Marc Ehret übernahm das Lenkrad und knüpfte an die gute Pace von Dauenhauer an. Dabei kam eine Safety-Car-Phase in den letzten Rennminuten gerade richtig, um noch am Podest zu schnuppern. Am Ende des Tages ging der Wagen von Ehret Motorsport als hervorragender Vierter und bester BMW des Starterfelds durchs Ziel.

„Gerade nach den Problemen im ersten Qualifying habe ich mir eine Top-Ten-Platzierung so sehr gewünscht. Dass es dann so gut lief und wir sogar fast aufs Treppchen fahren konnten, hat mich einfach nur glücklich gemacht!“, so der Tourenwagen-Fahrer am Sonntagabend. Über den gelungenen Einstieg in die ADAC GT4 Germany war auch der Hauptsponsor RZ Oil mehr als zufrieden. Schon jetzt liegt der Fokus auf einer kompletten GT-Saison 2020. Die Entscheidung hierfür wird in den nächsten Wochen fallen.

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